Die Displayart wird oft vom Handel vorgegeben – „eine Viertelpalette je Markt“ – und manchmal von der Marketingabteilung, die ein bestimmtes Motiv groß zeigen will. Wenn Sie die Wahl haben, lohnt der Blick auf drei Größen: die Warenmenge, die im Markt stehen soll, die Fläche, die der Handel für die Zweitplatzierung frei gibt, und die Zahl der Displays, die auf einen Europalettenplatz passen. Die dritte Größe wird am häufigsten unterschätzt, obwohl sie Transport und Lager bestimmt. Dieser Beitrag vergleicht die vier gängigsten Displayarten und rechnet für jede dieselbe Stückzahl bis zum Preis je Display und je Artikel durch.
Welche Displayarten stehen 2026 zur Wahl?
| Displayart | Grundfläche | Artikel typisch | Displays je Europalettenplatz | Bestückung je Display 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Palettendisplay | 1.200 × 800 mm | 200 | 1 | 9,00 € – 12,00 € |
| Halbpalettendisplay | 800 × 600 mm | 100 | 2 | 6,00 € – 9,50 € |
| Viertelpalettendisplay | 600 × 400 mm | 60 | 4 | 6,00 € – 9,50 € |
| Thekendisplay | Umkarton nach Vorgabe | 12 | ca. 40 im Umkarton | 3,50 € – 5,50 € |
Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Die Artikelzahlen sind typische Werte; ein Palettendisplay kann auch mit 120 großen Packungen voll sein, ein Viertelpaletten-Display mit 90 kleinen.
Wofür eignet sich welche Displayart?
- Palettendisplay: die große Zweitplatzierung im Gang oder an der Stirnseite, für Saisonaktionen mit hohem Abverkauf und für schwere Ware, die auf der Palette stehen bleibt. Vier Ebenen mit Zwischenböden, ein hohes Topschild, oft von allen Seiten zugänglich.
- Halbpalettendisplay: halbe Grundfläche, dieselbe Höhe. Beliebt bei Getränken und Konserven, weil die schwere Ware auf der stabilen Halbpalette sicher steht, der Markt aber nur einen halben Stellplatz opfert.
- Viertelpalettendisplay: der Standard für Aktionen im Lebensmittel- und Drogeriehandel. Passt in fast jeden Markt, lässt sich mit einem Hubwagen bewegen und reist zu viert auf einem Europalettenplatz.
- Thekendisplay: klein, für den Kassenbereich, die Bedientheke oder das Regal im Fachhandel. Es kommt fertig bestückt im Umkarton an und wird im Markt nur ausgepackt und aufgestellt.
Welche Displayart passt zu welcher Warengruppe?
Feste Regeln gibt es nicht, aber deutliche Muster. Süßwaren und Snacks laufen überwiegend auf Viertelpaletten, zur Weihnachts- und Osterzeit zusätzlich auf Palettendisplays; an der Kasse kommen Thekendisplays mit Riegeln oder Kaugummi dazu. Getränke brauchen wegen des Gewichts meist die Halbpalette oder das Palettendisplay, Spirituosen in Geschenkkartons auch Thekendisplays. Kosmetik und Drogerieartikel sind klein und leicht – hier dominieren Viertelpaletten mit vielen Sorten und Thekendisplays. Bei Haushalt, Heimwerken und Elektrozubehör sind Bodendisplays mit Haken oder Fächern verbreitet, bei Tiernahrung Halbpaletten für Dosen und Viertelpaletten für Snacks.
Entscheidend ist am Ende nicht die Warengruppe, sondern das Verhältnis aus Gewicht, Packungsgröße und gewünschter Menge je Markt. Deshalb fragen wir vor jedem Angebot nach Maßen und Gewicht der Verkaufseinheit.
Was kosten 240 Displays je Displayart in der Bestückung?
Damit die Arten vergleichbar werden, rechnen wir jeweils 240 Displays mit der typischen Artikelzahl, Rüstpauschale und Transport hin und zurück zu einem Auftraggeber im Raum Erlangen (190 km vom nächsten Standort):
| Position | Palette | Halbpalette | Viertelpalette | Theke |
|---|---|---|---|---|
| Sekunden je Display | 2.065 | 1.425 | 1.155 | 447 |
| Europalettenplätze | 240 | 120 | 60 | 6 |
| Arbeit je Display | 9,96 € | 7,03 € | 5,79 € | 3,50 € |
| Transport je Display | 35,07 € | 17,53 € | 8,77 € | 4,35 € |
| gesamt je Display | 45,03 € | 24,56 € | 14,56 € | 7,85 € |
| Arbeit je Artikel | 0,05 € | 0,07 € | 0,10 € | 0,29 € |
Auch diese Beträge sind Richtwerte. Der Transport ist im Rechner vereinfacht – hin und zurück mit derselben Palettenzahl. Die Tendenz stimmt trotzdem: Beim Palettendisplay ist der Transport der größte Posten, beim Thekendisplay fällt er kaum ins Gewicht.
Warum ist das Thekendisplay je Artikel die teuerste Lösung?
Die letzte Tabellenzeile dreht das Bild um. Je Display ist das Thekendisplay am günstigsten, je bestücktem Artikel am teuersten. Der Grund: Wareneingang, Aufrichten, Topschild und Umkarton fallen je Display an, egal ob zwölf oder zweihundert Artikel darin stehen. Beim Thekendisplay liegt der gerechnete Aufwand sogar unter dem Einstiegspreis von 3,50 €, der dann gilt. Beim Palettendisplay verteilen sich die festen Handgriffe auf viele Artikel.
Für die Entscheidung heißt das: Soll möglichst viel Ware in den Markt, ist das große Display je Artikel wirtschaftlicher, sofern der Transport stimmt. Soll die Aktion in möglichst vielen Märkten sichtbar sein, gewinnt das kleine Display – es kostet mehr je Artikel, aber weniger je Markt.
Aus der Praxis: Ein Hersteller von Grillsaucen aus Mittelfranken plante zunächst 60 Palettendisplays für Großflächenmärkte. Nach dem Vergleich wurden daraus 30 Palettendisplays für die großen Märkte und 120 Viertelpaletten-Displays mit derselben Sortenaufteilung für kleinere Märkte. Die Warenmenge blieb fast gleich, die Zahl der erreichten Märkte stieg deutlich, und der Transport je Artikel sank, weil die Viertelpaletten zu viert reisten. Beide Varianten liefen an einer Linie nacheinander, mit je einem eigenen Erstmuster.
Welche Rolle spielen Gewicht und Palettenhöhe bei der Wahl?
Ein Display aus Wellpappe trägt nur, wofür der Displayhersteller es ausgelegt hat. Getränke oder Tiernahrung in Dosen bringen ein Viertelpaletten-Display schnell an seine Grenze; dann ist die Halbpalette mit gleicher Warenmenge die stabilere Wahl. Außerdem geben viele Handelspartner eine maximale Palettenhöhe und ein Höchstgewicht vor. Diese Werte stehen in den Anlieferbedingungen des Handels – nicht bei uns. Wir prüfen sie am Erstmuster, bevor die Serie startet. Mehr dazu im Ratgeber Transportsicherung und Palettenhöhe.
Welche Bauformen gibt es außer den vier Klassikern?
Das Bodendisplay mit eigenem Sockel steht ohne Palette und ist im Fach- und Baumarkthandel verbreitet. Die Schütte nimmt lose Ware nach Stückzahl auf und ist schnell gefüllt. Regaltrays gehen direkt ins Regal. Bei Mischdisplays entscheidet das Sortenverhältnis über den Aufwand, bei Displays mit Zusatzelementen die Zahl der Anbauteile. Alle Bauformen richten wir von Hand aus den flachen Zuschnitten auf. Displays konstruieren, drucken und stanzen wir nicht: Die flachen Zuschnitte liefert Ihr Displayhersteller – wir arbeiten mit dem Displayhersteller Ihrer Wahl.
Wie finden Sie in drei Fragen die passende Displayart?
Erstens: Wie viele Artikel sollen je Markt stehen? Zweitens: Welche Fläche gibt der Handel frei – ganzer Stellplatz, halber, Viertel oder Kassenzone? Drittens: Wie viele Märkte werden beliefert und über welchen Weg? Mit diesen Antworten schlagen wir Ihnen eine Displayart vor und rechnen den Preis je Display und je Artikel. Die Anfrage stellen Sie über das Formular, eine eigene Schätzung erlaubt der Displayrechner. Wie sich die Kosten im Einzelnen zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Was kostet Displaybestückung je Display; den Begriff Zweitplatzierung finden Sie im Lexikon.