Wer eine Aktion mit Zweitplatzierung plant, bekommt vom Displayhersteller einen Preis für die Zuschnitte und vom eigenen Werk einen Preis für die Ware – offen bleibt meist, was es kostet, beides zu einem fertigen Display zusammenzubringen. Diese Lücke schließt dieser Beitrag. Wir zerlegen ein Display in die Handgriffe, mit denen wir intern kalkulieren, zeigen die Sekundenwerte unseres Displayrechners und rechnen drei Aufträge vollständig durch: ein kleines Thekendisplay in großer Stückzahl, eine klassische Viertelpalette und ein Palettendisplay in kleiner Serie. Am Ende wissen Sie, warum die Spanne je Display so breit ist und an welchen Stellschrauben Sie drehen können.
Welche Preisspannen je Display gelten 2026?
Die folgenden Spannen gelten für Aufrichten, Bestücken, Beschildern, Sichern und die Zuordnung zum Empfänger an unseren Standorten in Tschechien. Zuschnitte und Ware stellen Sie bei, der Transport kommt gesondert hinzu:
| Displayart | Spanne je Display 2026 | Was die Lage in der Spanne bestimmt |
|---|---|---|
| Thekendisplay im Umkarton | 3,50 € – 5,50 € | Artikelzahl, Einleger, Umkarton verschließen |
| Viertel- oder Halbpaletten-Display | 6,00 € – 9,50 € | Zahl der Trays, Sorten, Topschild, Sicherung |
| Palettendisplay auf Europalette | 9,00 € – 12,00 € | 100 bis 200 Artikel, Zwischenböden, Haube und Umreifung |
| Rüstpauschale je Auftrag | 60 € – 180 € einmalig | Erstmuster und Aufbau der Linie mit Fotos je Station |
| Abrechnung nach Stunden | 14,50 € – 19,00 € je Hallenstunde | Musterläufe, Sonderdisplays, Umbauten an fertigen Displays |
Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Die Gesamtspanne von 3,50 € bis 12,00 € je Display klingt grob, ist aber schnell eingegrenzt, sobald drei Angaben feststehen: Displayart, Artikel je Display und Zahl der Empfänger.
Aus welchen Handgriffen setzt sich der Preis eines Displays zusammen?
Intern rechnen wir nicht mit einem Pauschalpreis, sondern mit Vorgabezeiten je Handgriff. Die Werte stammen aus Zeitaufnahmen an unseren Displaylinien; nach dem Erstmuster ersetzen wir sie durch die gemessene Zeit. Die rechte Spalte zeigt, was ein Handgriff beim Kalkulationssatz von 16,50 € je Stunde ausmacht:
| Handgriff je Display | Sekunden | rechnerisch |
|---|---|---|
| Wareneingang, Zählung, Fotokontrolle anteilig | 180 | 0,83 € |
| Sockel aus dem flachen Zuschnitt aufrichten | 120 | 0,55 € |
| je Tray oder Zwischenboden | 40 | 0,18 € |
| Topschild oder Seitenflügel | 45 | 0,21 € |
| je Artikel nach Planogramm einsetzen | 6 | 0,03 € |
| Preisschiene oder Preisschilder | 30 | 0,14 € |
| Sichern und umreifen | 180 | 0,83 € |
| Filialetikett und Lieferschein zuordnen | 60 | 0,28 € |
| Auf Palette setzen | 90 | 0,41 € |
| Thekendisplay in den Umkarton | 30 | 0,14 € |
Der größte Einzelposten ist bei den meisten Displays nicht das Aufrichten, sondern die Ware: 200 Artikel à 6 Sekunden ergeben allein 20 Minuten. Ein Thekendisplay mit zwölf Artikeln kommt dagegen insgesamt auf rund 7 Minuten. Wer den Preis je Display senken will, schaut deshalb zuerst auf die Artikelzahl und darauf, ob die Ware in handlichen Umkartons oder lose ankommt.
Was kosten drei Displayaufträge von der Zuschnittpalette bis zum Empfänger?
Drei Aufträge aus unserer Kalkulation, anonymisiert, jeweils mit Rüstpauschale (120 € als Mitte der Spanne) und Transport hin und zurück mit einer Partnerspedition:
- Thekendisplay: ein Süßwarenhersteller aus Niederösterreich lässt 1.500 Thekendisplays mit je zwölf Kaugummipackungen bestücken, im Umkarton, 38 Paletten, 164 km bis zum nächsten Standort.
- Viertelpalette: eine Kaffeerösterei aus Oberfranken bestellt 400 Viertelpaletten-Displays mit 60 Packungen, drei Trays und Topschild – vier Displays je Europalettenplatz, 100 Plätze, 142 km.
- Palettendisplay: ein Werkzeughersteller aus Hohenlohe lässt 80 Palettendisplays mit je 200 Artikeln aufbauen, 80 Europaletten, 260 km.
| Position | Thekendisplay | Viertelpalette | Palettendisplay |
|---|---|---|---|
| Displays | 1.500 | 400 | 80 |
| Sekunden je Display | 447 | 1.155 | 2.065 |
| Arbeitsstunden | rund 186 | rund 128 | rund 46 |
| Arbeit inkl. Rüstpauschale | 5.250 € | 2.238 € | 877 € |
| Transport hin und zurück | 1.952 € | 3.648 € | 3.762 € |
| Gesamt | 7.202 € | 5.886 € | 4.639 € |
| je Display, nur Arbeit | 3,50 € (Einstiegspreis) | 5,59 € | 10,96 € |
| je Display mit Transport | 4,80 € | 14,71 € | 57,99 € |
Beim Thekendisplay rechnet der Rechner rein aus den Sekunden einen Betrag unter 3,50 € aus; dann gilt der Einstiegspreis, weil Wareneingang, Erstmuster und Dokumentation auch bei kleinen Displays anfallen. Die Arbeitsstunden selbst begrenzen keinen der drei Aufträge – in unseren Hallen stehen bis zu 2.000 Stunden am Tag bereit. Den Zeitplan bestimmen Wareneingang, Erstmuster und Ihre Freigabe.
Warum kostet der Transport je Display oft mehr als die Bestückung?
Die Tabelle zeigt ein Muster, das viele Auftraggeber überrascht: Beim Palettendisplay macht die Handarbeit nur einen kleinen Teil des Gesamtbetrags aus. Ein Palettendisplay belegt einen ganzen Europalettenplatz, ein Thekendisplay nur rund ein Vierzigstel davon. Weil Spediteure nach Palettenplätzen rechnen, verteilt sich eine LKW-Ladung beim Palettendisplay auf wenige Displays, beim Thekendisplay auf sehr viele.
Unser Rechner vereinfacht den Transport bewusst: Hinweg mit Zuschnitten und Ware, Rückweg mit derselben Zahl an Paletten. In der Praxis sind flache Zuschnitte deutlich kompakter als fertige Displays, und oft geht die Rücklieferung nicht zu Ihnen, sondern direkt an ein Zentrallager. Das Angebot rechnet deshalb mit den echten Palettenzahlen. Für die erste Einordnung reicht die Vereinfachung: Je größer das Display, desto mehr lohnt es sich, Zuschnitte und Ware in einer gemeinsamen Anlieferung zu bündeln.
Wie verändert der Filialsplit die Kosten je Display?
Gehen alle Displays an ein Zentrallager, entfällt das Filialetikett nicht, aber es wird einfacher: ein Etikett je Palette statt je Display. Bei einem echten Filialsplit bekommt jedes Display Filialetikett und Lieferschein seines Empfängers; wir setzen dafür 60 Sekunden an, also rund 0,28 € je Display. Das ist der kleinere Teil.
Teuer wird der Filialsplit beim Versand. Ein einzelnes Viertelpaletten-Display, das direkt an einen Markt geht, reist als Stückgut – und eine Stückgutsendung kostet ab 85 € je Richtung, egal ob ein oder vier Displays darauf stehen. Wo der Handelspartner es zulässt, ist die Anlieferung über Zentrallager oder Cross-Docking daher fast immer günstiger. Wie die Verteilung sauber geplant wird, erklärt der Ratgeber Verteilliste und Filialkommissionierung.
Welche Zuschläge und Zusatzposten kommen 2026 hinzu?
- Eiltermin: + 15 % auf die Arbeit. Die Viertelpalette oben kostet dann 6,39 € statt 5,59 € je Display.
- Wochenende und Feiertage: + 25 %, im Beispiel 6,92 € je Display.
- Sicherungsmaterial durch APOOL: Stretchhauben, Kantenschutz, Europaletten oder Umkartons beschaffen wir mit + 8 % auf die Arbeit – im Beispiel 6,02 € je Display.
- Abruflager: Displays, die auf ihren Aktionstermin warten, kosten 7,50 € – 11,00 € je Palettenplatz und Monat, Ein- und Auslagerung 4,00 € – 7,00 € je Palette.
Alle Preise netto zzgl. USt. – bei Leistungen an Unternehmen in Deutschland gilt das Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG), es fällt keine tschechische Mehrwertsteuer an.
Was ist im Preis je Display enthalten und was nicht?
Enthalten sind Wareneingang der drei Lieferungen mit Zählung und Foto, das Erstmuster, die Arbeitsanweisung mit Foto an jeder Station, Aufrichten, Bestücken nach Planogramm, Preisschilder und Topschild, Sicherung nach Freigabe, Filialetikett und Lieferschein je Empfänger sowie die Fotodokumentation der fertigen Paletten. Nicht enthalten sind die Zuschnitte selbst, die Ware und der Transport. Displays konstruieren, drucken und stanzen wir nicht: Die flachen Zuschnitte liefert Ihr Displayhersteller – wir arbeiten mit dem Displayhersteller Ihrer Wahl.
Wie kommen Sie in 24 Stunden zu einem Preis je Display?
Schicken Sie uns Displayart oder Zeichnung, Artikel je Display, Stückzahl, Zahl der Empfänger und den Aktionstermin. Elisabeth Zachová rechnet daraus die Sekunden je Display und schickt das Angebot binnen 24 Stunden. Wer vorher selbst schätzen möchte, nutzt den Displayrechner mit denselben Vorgabezeiten wie in diesem Beitrag. Welche Displayart zu Ihrer Aktion passt, vergleicht der Ratgeber Palettendisplay, Viertelpalette oder Thekendisplay; einen Überblick über alle Bauformen finden Sie unter Displayarten, die Anfrage direkt über das Anfrageformular.