Ein Display aus Wellpappe ist für den Markt gebaut, nicht für die Autobahn. Zwischen unserer Rampe und dem Aktionsregal liegen Stapler, Lkw-Ladefläche, Umschlag im Zentrallager und oft ein zweiter Lkw zum Markt. Was unterwegs verrutscht, fällt erst im Markt auf – dann, wenn niemand mehr nachbessern kann. Die Transportsicherung ist deshalb Teil jeder Displaybestückung und wird am Erstmuster genauso freigegeben wie das Planogramm. Dieser Beitrag zeigt, welche Sicherungsmittel wir einsetzen, wann Displays einzeln und wann gemeinsam gesichert werden, woher die Vorgaben zur Palettenhöhe kommen und was die Sicherung 2026 je Display kostet.
Welche Sicherungsmittel kommen für Displays in Frage?
| Mittel | Wofür | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Stretchhaube | über das ganze Display oder die ganze Palette gezogen | passende Größe je Displayart; Topschild bleibt ohne Knick |
| Stretchfolie | gewickelt, wenn keine Haube passt | Zahl der Lagen und Vorspannung – zu straff drückt Trays ein |
| Kantenschutz | senkrecht an den Ecken der Palette | verteilt die Spannkraft von Umreifung und Folie auf die Kanten |
| Umreifung | Band über Kantenschutz und Palette | nie direkt über Ware oder Topschild |
| Deckelbogen | Karton über der obersten Ebene | schützt offene Trays vor Staub und hält lose Ware |
| Umkarton | für Thekendisplays | Display steht fest, Umkarton trägt Filialetikett |
Welche Kombination richtig ist, hängt an Displayart, Gewicht der Ware und Transportweg. Ein leichtes Viertelpaletten-Display mit Drogerieartikeln braucht weniger als ein Halbpaletten-Display mit Glasflaschen.
Wird jedes Display einzeln oder die ganze Palette gesichert?
Palettendisplays belegen einen Europalettenplatz allein und werden einzeln gesichert: Haube oder Folie, Kantenschutz an vier Ecken, zwei Umreifungen. Viertelpaletten-Displays stehen zu viert auf einer Europalette (1.200 × 800 mm); hier gibt es zwei Wege. Entweder bekommt jedes Display eine eigene Haube und die Palette zusätzlich eine Umreifung – sinnvoll, wenn die Displays im Zentrallager auf verschiedene Märkte verteilt werden. Oder die vier Displays werden gemeinsam gehaubt und umreift – das spart Material und Zeit, eignet sich aber nur, wenn alle vier zum selben Empfänger gehen. Halbpaletten-Displays (800 × 600 mm) reisen zu zweit und folgen denselben Regeln.
Thekendisplays werden nicht gehaubt, sondern im Umkarton verschlossen; die Umkartons stehen dann im Verband auf einer Europalette, die als Ganzes gewickelt wird.
Wie hoch darf eine Display-Palette sein?
Das entscheidet der Empfänger. Viele Handelsketten begrenzen Display-Paletten auf rund 1,60 m Gesamthöhe inklusive Palette, manche erlauben mehr, manche weniger; dazu kommen Vorgaben zum Gewicht je Display und je Palette. Diese Zahlen sind Beispiele, keine Regel. Maßgeblich ist, was in den Anlieferbedingungen Ihres Handelspartners steht. Wir legen keine eigenen Grenzwerte fest, messen aber das gesicherte Erstmuster und schicken Ihnen Höhe und Gewicht mit den Fotos.
Ist ein Display zu hoch, gibt es drei Stellschrauben: das Topschild flach beilegen statt stecken (wenn der Markt es selbst aufsteckt), eine Palette mit geringerer Bauhöhe verwenden oder die Zahl der Ebenen reduzieren. Die dritte Lösung berührt das Planogramm und muss mit Ihnen und dem Displayhersteller abgestimmt werden.
Worauf kommt es bei schwerer oder empfindlicher Ware an?
Schwere Ware – Getränke, Dosen, Waschmittel – belastet vor allem den Sockel und die unterste Ebene. Hier hilft keine stärkere Folie, sondern ein Display, das der Displayhersteller für dieses Gewicht ausgelegt hat, und eine Sicherung, die das Gewicht auf die Palette leitet statt auf die Trays. Empfindliche Ware wie Glas oder Pralinenschachteln braucht dagegen vor allem Ruhe in den Fächern: Deckelbogen, eine Haube statt einer straff gewickelten Folie und keine Umreifung, die über Ware läuft. Leichte, lose Ware in Schütten wird oben mit einem Deckelbogen geschlossen, damit beim Umschlag nichts herausfällt.
Welche Variante passt, zeigt sich am Erstmuster mit echter Ware. Ein Muster mit Attrappen oder leeren Packungen sagt über das Verhalten auf dem Lkw wenig aus; wir bauen das Erstmuster deshalb immer mit der Ware aus Ihrer Lieferung auf.
Wie viel Zeit und Geld kostet die Sicherung je Display 2026?
Unser Displayrechner setzt für Sichern und Umreifen 180 Sekunden je Display an und für das Setzen auf die Palette 90 Sekunden. Zusammen sind das 270 Sekunden oder rund 1,24 € beim Kalkulationssatz von 16,50 € je Stunde. Bei gemeinsam gesicherten Viertelpaletten sinkt der Anteil je Display, weil eine Haube vier Displays abdeckt; im Rechner bleibt der Wert als vorsichtige Annahme stehen.
Die Sicherung ist im Preis je Display enthalten – 3,50 € – 12,00 € je nach Displayart. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Nur das Material ist eine eigene Frage: Stretchhauben, Kantenschutz, Umreifungsband und Europaletten bringen Sie mit, oder wir beschaffen sie mit + 8 % auf die Arbeit. Bei 400 Viertelpaletten-Displays für einen Auftraggeber aus Südhessen macht das 5,59 € statt 6,02 € je Display aus – die Differenz von 0,42 € ist der Aufschlag für Beschaffung und Handling des Materials.
Wie wird die Sicherung am Erstmuster freigegeben?
Das Erstmuster wird nicht nur bestückt, sondern vollständig gesichert und palettiert. Wir fotografieren es von allen Seiten, messen Höhe und Gewicht, bewegen die Palette mit dem Hubwagen und heben sie mit dem Stapler an. Danach nehmen wir Haube und Umreifung ab und prüfen, ob Trays, Ware und Topschild noch an ihrem Platz sitzen. Das Ergebnis geht mit Fotos an Sie. Erst Ihre Freigabe – für Bestückung und Sicherung gemeinsam – startet die Serie.
In der Serie gilt dieselbe Sicherung für jedes Display. Vor dem Sichern prüft die Endkontrolle jedes Display auf Vollständigkeit; nach dem Sichern wird jede Palette mit lesbarem Etikett fotografiert. Dass nie ein Display falsch bestückt wird, verspricht kein seriöser Dienstleister – wir sichern dagegen den Weg dorthin ab: Erstmuster mit Fotofreigabe, Vergleich mit dem Muster alle 50 Displays, Endkontrolle jedes Displays und Fotos von Wareneingang und Paletten.
Was liefern Sie, was stellen wir?
Viertel- und Halbpaletten für die Displays kommen meist mit den Zuschnitten vom Displayhersteller, weil sie zur Grundfläche passen müssen. Europaletten, Stretchhauben in der passenden Größe, Kantenschutz, Umreifungsband und Deckelbögen können Sie beistellen oder bei uns beschaffen lassen. Wichtig ist, dass die Haubengröße vor dem Serienstart feststeht; eine zu kleine Haube lässt sich nicht nachbessern, eine zu große schlägt Falten und reißt beim Umschlag.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Ein Mineralbrunnen aus der Pfalz ließ 160 Halbpaletten-Displays mit Glasflaschen bestücken. Die Flaschen standen in eingesetzten Trays; das Erstmuster zeigte, dass die Stretchfolie die oberste Ebene nach innen drückte. Wir haben einen Deckelbogen ergänzt, die Folie durch eine Haube ersetzt und zwei Umreifungen über Kantenschutz gelegt. Die zweite Musterversion wurde freigegeben, die Serie lief ohne weitere Änderung. Der zusätzliche Musterlauf wurde nach Hallenstunden abgerechnet (14,50 € – 19,00 € je Stunde).
Mehr zur Leistung auf der Seite Transportsicherung und Palettierung; die Begriffe finden Sie im Lexikon unter Viertelpalette und Palettendisplay. Wie gesicherte Paletten ins Zentrallager kommen, beschreibt der Ratgeber Anlieferung ans Zentrallager. Grundlagen zur Ladungssicherung erklärt das Lexikon auf apool.de.