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Ratgeber · Displaybau & Displaybestückung

Aktionswellen planen: Displays vorproduzieren, einlagern und je Welle abrufen

Bei Aktionswellen werden Displays für mehrere Aktionstermine oder Handelspartner in einem Auftrag geplant und je Welle ausgeliefert. Sie können alle Displays auf einmal bestücken und bis zum Abruf einlagern (7,50 € – 11,00 € je Palettenplatz und Monat, Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster) oder Zuschnitte und Ware einlagern und je Welle bestücken. Vorproduktion bringt vor allem Termin- und Materialsicherheit; billiger je Display wird sie meist nicht.

Aktionswellen planen: Displays vorproduzieren, einlagern und je Welle abrufen

Kurz gesagt

  • Abruflager: 7,50 € – 11,00 € je Palettenplatz und Monat, Ein-/Auslagerung 4,00 € – 7,00 € je Palette (Richtwert 2026)
  • Gespart: bei einem statt drei Durchgängen zwei Rüstpauschalen – zusammen rund 240 €
  • Dagegen: Lagerkosten fertiger Displays wachsen mit jeder Woche Wartezeit
  • Alternative: Zuschnitte flach und Ware einlagern, je Welle bestücken – weniger Palettenplätze
  • Abruf: Auslagern, Filialetikett, Abholung binnen 24 Stunden, 1–2 Tage Transport

Eine Aktion läuft selten nur einmal. Der Handelspartner plant eine Frühjahrs- und eine Herbstwelle, ein zweiter Partner übernimmt dieselbe Aktion vier Wochen später, in Österreich startet sie erst nach den Ferien. Für die Displaybestückung heißt das: dieselben Displays, mehrere Termine. Sie können alle Displays in einem Durchgang bestücken und bis zum Abruf einlagern, oder Zuschnitte und Ware einlagern und je Welle bestücken. Dieser Beitrag vergleicht beide Wege mit Zahlen, zeigt, wann die Vorproduktion sinnvoll ist, obwohl sie selten billiger wird, und beschreibt, wie ein Abruf aus dem Abruflager abläuft.

Was ist eine Aktionswelle bei Displays?

Als Aktionswelle bezeichnen wir jede Teilmenge eines Displayauftrags mit eigenem Anliefertermin: eine zweite Handelskette, eine zweite Region, ein zweiter Aktionszeitraum. Die Displays einer Welle sind meist identisch mit denen der ersten, manchmal unterscheiden sie sich im Topschild, im Preisschild oder in einer Sorte. Planerisch gehören alle Wellen in einen Auftrag, weil Zuschnitte und Ware meist gemeinsam beschafft werden und ein Erstmuster für alle gilt.

Welche zwei Wege gibt es, Wellen zu bedienen?

  • Weg A – alles vorproduzieren: Alle Displays werden in einem Durchgang aufgerichtet, bestückt und gesichert. Die erste Welle geht sofort raus, die übrigen warten fertig palettiert im Abruflager.
  • Weg B – Material lagern, je Welle bestücken: Zuschnitte liegen flach, die Ware in Umkartons auf Paletten. Vor jeder Welle wird die benötigte Menge bestückt und direkt versendet.

Weg A braucht mehr Lagerplatz, denn ein fertiges Display ist vor allem Luft in Wellpappe. Weg B braucht mehrere Linienstarts, spart aber Palettenplätze.

Was kosten drei Wellen à 240 Displays im Vergleich?

Ein Rechenbeispiel mit drei Wellen à 240 Viertelpaletten-Displays mit 60 Artikeln. Welle 1 geht sofort raus, Welle 2 einen Monat, Welle 3 zwei Monate später. Fertige Displays belegen 60 Europalettenplätze je Welle; für Weg B nehmen wir an, dass Zuschnitte und Ware einer Welle rund 25 Plätze belegen. Transport bleibt außen vor, weil er in beiden Wegen gleich anfällt:

PositionWeg A: vorproduzierenWeg B: je Welle bestücken
Durchgänge an der Linie1 × 720 Displays3 × 240 Displays
Arbeit inkl. Rüstpauschale3.931 €4.172 €
Palettenmonate im Lager18075
Lagerkosten1.350 € – 1.980 €562 € – 825 €
Ein- und Auslagerung480 € – 840 €200 € – 350 €

Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Das Abruflager kostet 7,50 € – 11,00 € je Palettenplatz und Monat, Ein- und Auslagerung 4,00 € – 7,00 € je Palette. Weg A spart gegenüber Weg B zwei Rüstpauschalen – zusammen 240 € –, zahlt aber für mehr als doppelt so viele Palettenmonate. Rein rechnerisch ist Weg B in diesem Beispiel günstiger, und der Abstand wächst mit jeder Woche Wartezeit.

Wann lohnt die Vorproduktion trotzdem?

Wer nur auf die Tabelle schaut, würde nie vorproduzieren. In der Praxis wählen viele Auftraggeber trotzdem Weg A, aus vier Gründen:

  • Termin: Sind alle Displays fertig, hängt keine Welle mehr an einem Linientermin. Der Abruf kann kurzfristig kommen, etwa wenn ein Handelspartner die Aktion vorzieht.
  • Saison: Im Herbst sind die Linien voll. Wer Weihnachtsdisplays ab Juni plant und im Sommer vorproduziert, ist im Oktober unabhängig.
  • Einheitlichkeit: Ein Durchgang, ein Team, ein Erstmuster – alle Wellen sehen gleich aus.
  • Material: Zuschnitte aus einer Lieferung, keine Nachbestellung, kein Farbunterschied zwischen zwei Chargen des Displayherstellers.

Weg B ist die bessere Wahl, wenn Wellen sich in Sorte oder Preisschild unterscheiden, wenn das MHD knapp ist oder wenn die Wartezeit mehrere Monate beträgt.

Was muss bei MHD und Charge beachtet werden?

Bei Lebensmitteln, Süßwaren und Tiernahrung entscheidet das MHD oft allein über den Weg. Eine Ware, die im Juni bestückt und im November ausgeliefert wird, muss bis zum Ende der Aktion im Markt verkaufsfähig sein – mit der Restlaufzeit, die der Handel verlangt. MHD und Charge dokumentieren wir je Display nach Ihrer Vorgabe (FIFO); Ware mit kürzerem MHD melden wir Ihnen, entscheiden aber nicht selbst. Bei mehreren Chargen ordnen wir sie den Wellen nach Ihrer Vorgabe zu, meist die älteste Charge in die erste Welle.

Wie werden die Wellen im Lager auseinandergehalten?

Jede Palette erhält beim Einlagern einen Palettenzettel mit Auftrag, Welle, Variante und Zahl der Displays und wird in der digitalen Bestandsführung einem Lagerplatz zugeordnet. Wellen mit unterschiedlichem Topschild oder Preisschild lagern wir räumlich getrennt, nicht nur im System. Sie erhalten nach dem Einlagern eine Bestandsliste je Welle mit Palettenfotos und auf Wunsch zu jedem Monatsende einen aktuellen Stand. So sehen Sie jederzeit, wie viele Displays je Welle abrufbereit sind, und können Mengen zwischen Wellen verschieben, bevor die Filialetiketten angebracht werden. Bei Weg B führen wir Zuschnitte und Ware je Sorte getrennt und melden, wenn eine spätere Welle mit dem vorhandenen Material nicht mehr vollständig gebaut werden kann.

Wie läuft ein Abruf aus dem Abruflager?

Sie schicken den Abruf mit der Verteilliste der Welle an Elisabeth Zachová. Wir lagern die Paletten aus, prüfen Haube und Umreifung, versehen die Displays mit Filialetikett und Lieferschein für diese Welle und fotografieren jede Palette. Die Partnerspedition wird innerhalb von 24 Stunden gebucht, der Transport dauert 1–2 Tage. Bei Weg B kommt vor dem Versand der Linienlauf dazu; planen Sie dafür einige Arbeitstage ein, je nach Menge. Displays bauen wir vor allem in Moravská Třebová und Bludov auf – zusammen über 900 Palettenplätze inklusive externem Lager.

Wie die Verteilliste einer Welle aussehen sollte, zeigt der Ratgeber Verteilliste und Filialkommissionierung.

Was geschieht mit Displays, die nach der letzten Welle übrig bleiben?

Übrig bleiben fertige Displays, wenn ein Handelspartner die Menge kürzt, oder Ware und Zuschnitte, wenn Weg B gewählt wurde. Restware nach der Serie schicken wir an Sie zurück, lagern sie im Abruflager ein oder sondern sie nach Ihrer Vorgabe aus. Kommen Displays aus dem Markt zurück und sollen ausgepackt und neu verpackt werden, übernimmt das APOOL WERKE als Leistung Umpacken auf apool.de.

Aus der Praxis: Ein Spielwarenhersteller aus Oberschwaben plante drei Wellen mit Halbpaletten-Displays für zwei Handelsketten in Deutschland und eine in Österreich. Die deutschen Wellen wurden im Juli in einem Durchgang bestückt und im Abruflager in Bludov eingelagert, die österreichische Welle mit eigenem Topschild erst im September aus eingelagerten Zuschnitten gebaut. So blieb nur ein Teil der Displays mehrere Wochen im Lager.

Die Leistung finden Sie unter Aktionswellen: vorproduzieren, lagern, abrufen. Ihre Wellen rechnen wir Ihnen im Angebot mit beiden Wegen durch – Anfrage über das Formular, Antwort binnen 24 Stunden.

Stand der Angaben

Sämtliche Zahlen hier – Preise je Display, Sekunden je Arbeitsschritt, Kilometer – beziehen sich auf 2026 und wurden am 26.09.2026 zuletzt nachgerechnet. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster.

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