Eine Display-Palette ist erst angekommen, wenn das Zentrallager sie angenommen hat. Dazwischen liegen Rampe, Scanner und eine Wareneingangskontrolle, die mit den Vorgaben des Handelspartners arbeitet: Stimmt die Palettenart, passt die Höhe, ist das Etikett lesbar, war die Lieferung angekündigt, liegt sie im gebuchten Zeitfenster? Fällt eine dieser Prüfungen negativ aus, steht der Lkw im schlimmsten Fall wieder auf dem Hof. Dieser Beitrag erklärt, welche Angaben das Zentrallager erwartet, wie wir Display-Paletten danach vorbereiten, wie die Abholung vom Anlieferfenster rückwärts geplant wird und was der Transport 2026 kostet.
Was prüft das Zentrallager bei der Annahme einer Display-Palette?
Die Details unterscheiden sich von Lager zu Lager, die Punkte ähneln sich:
- Anmeldung: Ist die Lieferung avisiert, und kommt sie im gebuchten Fenster?
- Papiere: Passt der Lieferschein zur Bestellung des Handels – Artikel, Displayanzahl, Bestellnummer?
- Palette: Ist die Palettenart die verlangte, sind Höhe und Gewicht im Rahmen, ist die Sicherung intakt?
- Kennzeichnung: Lässt sich das NVE/SSCC-Etikett scannen, und stimmt es mit der elektronischen Ankündigung überein?
- Display: Trägt jedes Display die Display-EAN, die der Handel für diese Aktion gelistet hat?
Palettenhöhe, Gewicht je Display, Display-EAN, NVE/SSCC-Etikett, Avisierung und Anlieferfenster richten sich nach der Vorgabe Ihres Handelspartners – wir setzen sie um, legen aber keine eigenen Grenzwerte fest.
Welche Palettenmaße kommen bei Displays vor?
| Palette | Maß | Displays je Europalettenplatz | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| Viertelpalette | 600 × 400 mm | 4 | Viertelpaletten-Displays, Mischdisplays, Schütten |
| Halbpalette | 800 × 600 mm | 2 | Halbpaletten-Displays, schwere Ware |
| Europalette | 1.200 × 800 mm | 1 | Palettendisplays; Träger für Viertel- und Halbpaletten; Thekendisplays im Umkarton |
Viertel- und Halbpaletten reisen in der Regel auf einer Europalette als Träger, damit Stapler und Rollenbahnen im Lager sie wie jede andere Palette bewegen können. Ob der Handelspartner Displays verschiedener Empfänger auf einem Träger akzeptiert, steht in seinen Anlieferbedingungen. Bei der Höhe arbeiten viele Handelsketten mit einer Obergrenze um 1,60 m inklusive Palette – als Orientierung, nicht als Regel; maßgeblich ist die Vorgabe Ihres Partners. Mehr zur Sicherung im Ratgeber Transportsicherung und Palettenhöhe.
Was unterscheidet Display-EAN und NVE/SSCC-Etikett?
Die Display-EAN gehört zum Display selbst. Sie identifiziert das fertig bestückte Display als Artikel, den der Handel bestellt und an der Kasse oder im Warenwirtschaftssystem kennt – eine eigene Nummer, nicht die EAN der einzelnen Packung. Wo sie sitzt, steht im Planogramm; meist auf der Stirnseite des Sockels. Sie kommt als Aufkleber von Ihnen oder ist bereits auf dem Zuschnitt vorhanden.
Die NVE, international SSCC, gehört zur Palette. Sie ist eine fortlaufende Versandnummer, die genau eine Versandeinheit bezeichnet und die das Lager mit der elektronischen Lieferankündigung abgleicht. Nummernkreis und Etikettenlayout kommen von Ihnen oder Ihrem Logistikdienstleister; wir bringen das Etikett an der vorgegebenen Seite an, prüfen die Lesbarkeit mit dem Handscanner und fotografieren die Palette mit sichtbarem Etikett. Dazu kommt das Filialetikett, wenn die Displays im Zentrallager auf Märkte verteilt werden – den Ablauf beschreibt der Ratgeber Verteilliste und Filialkommissionierung.
Wie funktionieren Avisierung und Anlieferfenster?
Zentrallager arbeiten mit gebuchten Zeitfenstern an der Rampe. Die Lieferung wird vorab angemeldet – je nach Handelspartner über ein Buchungsportal, per E-Mail oder durch die Spedition – mit Datum, Uhrzeit, Palettenzahl und Bestellnummer. Wer das Fenster verpasst, bekommt einen neuen Termin, manchmal erst Tage später. Deshalb planen wir rückwärts:
| Schritt | Zeitpunkt, vom Anlieferfenster aus gerechnet |
|---|---|
| Anlieferfenster im Zentrallager | Tag X, zum Beispiel Dienstag 6–10 Uhr |
| Transport durch die Partnerspedition | 1–2 Tage vorher unterwegs |
| Abholung an unserer Rampe | gebucht binnen 24 Stunden nach Freigabe |
| Avisierung beim Lager | nach Vorgabe des Handels, oft ein bis zwei Werktage vorher |
| Paletten fertig, fotografiert, Papiere erstellt | spätestens am Vortag der Abholung |
Die Avisierung übernimmt, wer beim Handelspartner dafür registriert ist – oft Sie selbst oder Ihre Spedition. Wir liefern die Daten: Palettenzahl, NVE-Liste, Gewicht, Abholzeit.
Was kostet der Transport zum Zentrallager 2026?
Wir organisieren den Transport über Partnerspeditionen, als Stückgut je Palette oder als Komplett-Lkw mit bis zu 33 Palettenplätzen. Richtwerte je Richtung von unserem nächsten Standort:
| Zielregion | km | Stückgut je Palette | Komplett-Lkw | je Viertelpaletten-Display bei vollem Lkw |
|---|---|---|---|---|
| Duisburg | 630 | 184 € | 1.164 € | 8,82 € |
| Osnabrück | 640 | 186 € | 1.178 € | 8,92 € |
| Bergisch Gladbach | 573 | 171 € | 1.081 € | 8,19 € |
| Darmstadt | 406 | 134 € | 839 € | 6,36 € |
| Bregenz | 441 | 142 € | 889 € | 6,73 € |
Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Ein voller Lkw mit 33 Europalettenplätzen trägt bis zu 132 Viertelpaletten-Displays – daher der niedrige Betrag je Display in der letzten Spalte. Mit Stückgut lohnt sich die Anlieferung nur für wenige Paletten. EU-Binnenmarkt – kein Zoll, keine Ausfuhranmeldung; Lieferschein und Pro-forma-Rechnung für den Warenverkehr genügen.
Lassen sich mehrere Zentrallager in einer Tour beliefern?
Ja, wenn die Lager auf einer Strecke liegen und die Anlieferfenster zueinander passen. Ein Lkw kann zum Beispiel morgens ein Lager im Rheinland und mittags eines im Ruhrgebiet anfahren; die Paletten werden dann in umgekehrter Reihenfolge geladen, die erste Entladestelle steht hinten. Solche Touren plant die Partnerspedition mit uns, sobald Fenster und Palettenzahlen feststehen. Passen die Fenster nicht, sind zwei Teilladungen oft sicherer als eine Tour mit Wartezeit vor dem zweiten Lager. Für Österreich fahren die Lkw in der Regel über den Standort Slavonice und den Übergang Fratres, für West- und Süddeutschland über Waidhaus/Rozvadov. Jede Entladestelle bekommt ihre eigenen Papiere und ihre eigene NVE-Liste, damit an keinem Lager eine fremde Palette auf dem Lieferschein steht.
Was brauchen wir von Ihnen vor der Abholung?
- die Anlieferbedingungen des Handelspartners: Palettenart, Höhe, Gewicht, Lage des Etiketts
- Bestellnummer des Handels und Empfängeradresse je Zentrallager
- Display-EAN je Variante und die Stelle am Display
- NVE/SSCC-Nummernkreis oder fertige Etiketten, falls verlangt
- gebuchtes Anlieferfenster oder die Angabe, wer die Avisierung übernimmt
Fehlt eine Angabe, fragt Elisabeth Zachová vor dem Palettieren nach – nicht erst an der Rampe.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Ein Hersteller von Verlängerungskabeln und Steckdosenleisten aus dem Münsterland lieferte 220 Viertelpaletten-Displays an drei Zentrallager eines Handelspartners. Jedes Lager hatte eigene Anlieferfenster, eines verlangte eine niedrigere Palettenhöhe als die anderen. Wir haben für dieses Lager das Topschild flach beigelegt, die Paletten je Lager getrennt gebildet, NVE-Etiketten aus dem Nummernkreis des Herstellers angebracht und die Abholungen so gebucht, dass alle drei Lieferungen im jeweiligen Fenster ankamen. Die Palettenfotos mit lesbarem Etikett gingen am Abholtag an den Hersteller.
Die Leistung beschreibt die Seite Filialkommissionierung und Verteilung; Fahrzeiten und Grenzübergänge finden Sie im Liefergebiet. Für Anfragen nutzen Sie das Formular – Angebot mit Transportrichtwert binnen 24 Stunden.